Titan-Wasserstoff-Versprödungs-Neigung
Titan-Werkstoffe können Wasserstoff aufnehmen und spröde Hydridphasen bilden, was zu unvorhersehbarem Versagen führt.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Titan-Werkstoffe haben eine hohe Affinität für Wasserstoff. Unter Einfluss von Feuchtigkeit oder bei Schweißen mit Wassergehaltiger Schmelz fließt Wasserstoff in das Metallgitter ein und bildet spröde Hydridphasen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Einlagerung von Wasserstoff führt zu einer Versprödung des Titanwerkstoffs, was die mechanischen Eigenschaften stark beeinträchtigt. Dies kann zu plötzlichem Versagen oder Rissen in der Schweißnaht führen, insbesondere unter Belastung.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Titan-Wasserstoff-Versprödungs-Neigung zu minimieren, solltet ihr:
1. Die Schmelzumgebung trocken halten und Wasserstoffarme Schmelze verwenden.
2. Die Schweißnaht schnell abkühlen, um eine gleichmäßige Verformung zu gewährleisten.
3. Bei Bedarf einen Deoxidationsmittel wie Silicium in die Schmelz einfügen, um Sauerstoff zu binden und Wasserstofffreie Hydride zu verhindern.