Ultraschall-Laufzeitbeugungsverfahren
Ultraschall-Laufzeitbeugungsverfahren misst die Zeit, in der Ultraschallwellen an Rissspitzen reflektiert werden. Dies ermöglicht die genaue Bestimmung von Defekten im Material.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Ultraschall-Laufzeitbeugungsverfahren nutzt die Beugungseigenschaften von Ultraschallwellen. Diese Wellen werden durch das Material geleitet und an Defekten wie Rissen reflektiert. Die Zeit, die die Wellen benötigen, um von der Sendestelle zur Empfangsstation zurückzukehren, hängt von der Entfernung und Größe des Defekts ab.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Diese Methode ist besonders wichtig für die Prüfung von Schweißnahtsqualität. Sie kann Risse und andere Innendefekte mit hoher Präzision erkennen, was zur Verbesserung der Sicherheit und Zuverlässigkeit von Bauteilen führt. Falsche Interpretationen oder technische Probleme beim Aufbau des Ultraschallgeräts können zu ungenauen Ergebnissen führen, die falsche Schätzungen über die Qualität der Schweißnaht verursachen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um das Ultraschall-Laufzeitbeugungsverfahren korrekt einzusetzen, müssen folgende Schritte beachtet werden:
• Gerät einrichten: Stellen Sie sicher, dass das Ultraschallgerät korrekt kalibriert und die Wellenspannung auf den vorgeschriebenen Wert eingestellt ist (üblicherweise 2 MHz für Metalle).
• Material vorbereiten: Entfernen Sie alle Oberflächenbeschaffenheiten und Staub von der zu prüfenden Fläche, um eine klare Ultraschallübertragung zu gewährleisten.
• Durchführen der Prüfung: Senden Sie Ultraschallwellen in die Schweißnaht und beobachten Sie die Reflexionen an möglichen Defekten. Die Zeitmessung erfolgt durch das Geräteprogramm.
• Auswertung der Ergebnisse: Verwenden Sie die gemessene Laufzeit, um die Größe und Tiefenlage des Defekts zu berechnen. Vergleichen Sie die Ergebnisse mit den akzeptablen Standards für die spezifische Anwendung.