← Glossar

Vorwärmen

Vorwärmen heißt, das Bauteil vor dem Schweißen kontrolliert aufzuwärmen. Es verlangsamt die Abkühlung nach dem Schweißen und verhindert so Aufhärtung, Wasserstoffrisse und Spannungsrisse – besonders wichtig bei härtbaren Stählen.

Die Wärme muss ins Blech, nicht nur in die Naht. Dickes oder kaltes Material zieht die Wärme sofort weg, dann wird die Naht glashart. Wenn du das Teil vorwärmst, kühlt es langsamer ab, und das Gefüge bleibt ruhig. Der Wasserstoff aus Feuchtigkeit oder Rost bekommt außerdem Zeit, aus dem Schweißgut zu diffundieren, statt später Kaltrisse zu machen.

Je mehr Kohlenstoff und Legierung im Stahl steckt, desto kritischer wird das. Das erkennst du am Kohlenstoffäquivalent. Wenn du vorwärmst, dann flächig und von beiden Seiten, nicht nur einen Punkt mit der Flamme beackern. Die Temperatur kontrollierst du mit Thermokreide oder Kontaktthermometer, dem Handgefühl traust du nicht. Die Zwischenlagentemperatur hältst du bis zur letzten Raupe und lässt das Teil danach langsam und gleichmäßig abkühlen, notfalls mit einer Decke. Mit Wasser kühlen ist tabu.

SchweißenWärmebehandlungRissvermeidung

KI-Transparenz (EU AI Act): Auf Basis eigener langjähriger Praxiserfahrung in der Schweißtechnik mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

© 2026 Welder-World. Alle Inhalte dienen der Aus- und Weiterbildung und ersetzen keine zertifizierte Schweißanweisung.