Vorwärmtemperatur-Berechnungsmodell
Das Vorwärmtemperatur-Berechnungsmodell bestimmt die notwendige minimalen Vorwärmtemperaturen für Bauteile vor dem Schweißen, um Kaltbrüche zu vermeiden. Es berücksichtigt Kohlenstoffäquivalent, Blechdicke und Wasserstoffgehalt.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Das Modell berechnet die minimalen Vorwärmtemperaturen basierend auf den Eigenschaften des Stahls. Es berücksichtigt den Kohlenstoffäquivalent, der das Verhalten des Stahls bei Kältefestigkeit beeinflusst, die Blechdicke, die die Wärmeleitfähigkeit und das Wasserstoffgehalt, das zu Hydratation führen kann.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein zu niedriger Vorwärmtemperatur kann zu Kaltbrüchen führen, da der Stahl nicht ausreichend geschmolzen ist und sich bei der Abkühlung zu stark verformen kann. Das Modell hilft, die richtige Vorwärmtemperatur festzulegen, um solche Risiken zu minimieren.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Verwenden Sie das Modell, um die minimalen Vorwärmtemperaturen für verschiedene Stahlarten und Blechdicke zu berechnen. Legen Sie sicher, dass die Bauteile vor dem Schweißen mindestens diese Temperatur erreichen. Bei Stählen mit hoher Kohlenstoffgehalt und dicken Blechen sollten höhere Vorwärmtemperaturen eingehalten werden.