Wärmeeinflusszonen-Aufhärtungsfaktor
Der Wärmeeinflusszonen-Aufhärtungsfaktor misst die relative Härteerhöhung in der Schweißnaht und Umgebung. Er ist entscheidend für die Risikobewertung von Wasserstoffrissen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Aufhärtungsfaktor gibt an, wie stark die Härte in der Wärmeeinflusszone (WZ) im Vergleich zum unbeeinflussten Grundwerkstoff erhöht wird. Dies passiert durch eine veränderte Körngröße und Kristallstruktur.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Eine zu hohe Aufhärtungsfaktor kann zur Entstehung von Wasserstoffrissen führen, insbesondere bei steifen Stählen wie Martensit. Dies erhöht das Risiko von Spannungsrisskorrosion und reduziert die Lebensdauer der Schweißnaht.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um den Aufhärtungsfaktor zu minimieren, achte auf eine korrekte Abkühlung. Verwende bei steifen Stählen eine kontrollierte Abkühlmethode wie das Wärmebehandlung nach dem Schweißen. Bei hochaufhärtenden Materialien (z.B. HSS) soll die maximale Härte in der WZ auf 500 HB oder weniger begrenzt sein.