Warmkammerverfahren
Beim Warmkammerverfahren (Druckguss) steht die Gießkammer dauerhaft im flüssigen Metall. Es funktioniert nur mit niedrigschmelzenden Legierungen wie Zink – deshalb sind hier andere Formen- und Maschinenbelastungen relevant als beim Kaltkammerverfahren.
Was das Warmkammerverfahren ist
Beim Warmkammerverfahren ist die Gießkammer fest im flüssigen Metall eingebaut. Ein Kolben drückt das Metall durch den Steigkanal in die Form – schnell, einfach und mit kurzen Zykluszeiten.
Warum nur niedrigschmelzende Legierungen
Die Kammer aus Stahl würde von Aluminium bei 650 °C sofort angegriffen. Deshalb funktioniert das Warmkammerverfahren nur mit Zink und ähnlichen niedrigschmelzenden Legierungen – meist um 400–450 °C.
Was das für die Form heißt
Die Zink-Druckgussform sieht niedrigere Gießtemperaturen als die Aluminium-Form. Der Thermoshock ist geringer, aber immer noch da. Warmarbeitsstähle wie 1.2343 und 1.2344 sind auch hier Standard, weil sie Warmfestigkeit mit Zähigkeit verbinden.