Warmriss-Anfälligkeitskoeffizient
Der Warmriss-Anfälligkeitskoeffizient gibt an, wie wahrscheinlich es ist, dass bei der Abkühlung von Schweißgut Erstarrungsrisse entstehen. Er berücksichtigt die Konzentrationen von Schwefel, Phosphor und Kohlenstoff.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Warmriss-Anfälligkeitskoeffizient (WAK) misst das Risiko von Erstarrungsrissen im Schweißgut. Diese Risse entstehen durch die schnelle Abkühlung und das Auftreten von niedrigschmelzenden eutektischen Filmzonen an den Korngrenzen des Stahls. Schwefel, Phosphor und Kohlenstoff beeinflussen die Schmelzverhalten und die Anfälligkeit für Risse.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein hoher WAK bedeutet ein erhöhtes Risiko von Erstarrungsrissen, insbesondere bei der Abkühlung. Dies kann zu fehlgeschlagenen Schweißversuchen und zu gefährlichen Rissbildung führen. Ein niedriger WAK verringert das Risiko dieser Probleme.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um das Warmriss-Anfälligkeitsrisiko zu minimieren, soll der Schmelzprozess so gestaltet sein, dass die Abkühlung langsam und kontrolliert erfolgt. Dies kann durch eine optimierte Schweißparametrierung erreicht werden. Bei hohem WAK ist es ratsam, zusätzliche Kühlungssysteme einzubauen oder den Schmelzprozess zu verlängern.