← Glossar

Wasserstoff-Trapping-Effekt

Das reversibile oder irreversible Einfangen von diffundierendem Wasserstoff an Gitterfehlstellen, Ausscheidungen oder Korngrenzen. Dies reduziert die Menge frei beweglicher Wasserstoffatome und mindert das Rissrisiko.

Wasserstoff kann sich im Schweißgut und in der Wärmeeinflusszone festsetzen und dort Schäden verursachen. Wenn er an Gitterfehlern oder Einschlüssen hängen bleibt, ist das sogar gut, denn dann kann er nicht mehr wandern und keinen Schaden anrichten. Das Problem ist der freie, bewegliche Wasserstoff, der zu Rissen führt, besonders bei harten Gefügen.

In der Praxis heißt das: Du musst den Wasserstoff aus der Schweißnaht rausbekommen, bevor sie zu kalt wird. Ein langsames Abkühlen oder ein Ausglühen direkt nach dem Schweißen hilft, dass der Wasserstoff entweichen kann. Wenn du zu schnell abkühlst, bekommst du hartes, sprödes Gefüge und der Wasserstoff bleibt drin – dann reißt dir die Naht. Also lieber die Naht warm halten und langsam abkühlen lassen, das ist der sicherste Weg.

MetallurgieSchweißtechnik

KI-Transparenz (EU AI Act): Auf Basis eigener langjähriger Praxiserfahrung in der Schweißtechnik mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

© 2026 Welder-World. Alle Inhalte dienen der Aus- und Weiterbildung und ersetzen keine zertifizierte Schweißanweisung.