Wasserstoffarmer Schweißzusatz
Ein Schweißzusatz, der Wasserstoff minimiert und kälteinduzierte Risse in hochfesten Stählen verhindert.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Wasserstoffarmer Schweißzusatz enthält reduzierte Mengen an Wasserstoff, was die Diffusion von Wasserstoff in das Metall während des Schweißprozesses verringert. Dies verhindert, dass Wasserstoff in der Schweißnaht gespeichert wird und bei Abkühlen zu kälteinduzierten Rissen führt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
In hochfesten Stählen kann ein hoher Wasserstoffgehalt zu kälteinduzierten Rissen (KIR) führen, die besonders nach dem Abkühlen der Naht auftreten. Ein Wasserstoffarmer Zusatz reduziert diesen Risiko und verbessert die mechanische Festigkeit der Schweißnaht.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Verwende Wasserstoffarme Schweißzusätze bei Arbeiten mit hochfesten Stählen wie Martensit oder Austenit. Achte darauf, dass der Zusatz korrekt getrocknet ist und die Schweißnaht nach dem Prozess gut abgekühlt wird. Bei Bedarf kann eine Post-Hydrogen-Removal (PHR)-Behandlung angewendet werden, um verbleibenden Wasserstoff zu entfernen.