Wasserstoffbindender Zusatz
Wasserstoffbindender Zusatz bildet stabile Hydride oder Fluoride, die Wasserstoff diffusionsfähig machen und Risse verhindern.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Ein Wasserstoffbindender Zusatz reagiert mit dem Wasserdampf im Schmelzbad und bildet Hydride oder Fluoride. Diese Verbindungen halten das Wasserstoff an den Kristallgrainen fest, verhindern seine Diffusion in die Schweißnaht und schützen so gegen Risse.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ohne einen Wasserstoffbindenden Zusatz kann sich Wasserstoff im Schmelzbad anhäufen und in die Schweißnaht diffundieren. Dies führt zu Heißrissen, insbesondere bei hohen Temperaturen und langen Abkühldauern. Ein solcher Zusatz verhindert diese Diffusion und verbessert die Rissbeständigkeit der Schweißnaht.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Verwende einen Wasserstoffbindenden Zusatz wie Silicium oder Titanium in den Schweißzusatz, wenn du eine hohe Rissbeständigkeit erwartest. Bei Stählen mit hohem Kohlenstoffgehalt (z.B. HSS) ist ein solcher Zusatz besonders wichtig. Die Mengenangabe variiert je nach Material und Schweißverfahren, aber typischerweise liegt sie zwischen 0,1% und 0,5%. Achte darauf, dass der Zusatz gut in die Schmelze gelöst wird und keine unerwünschten Reaktionen verursacht.