Wasserstoffinduzierte Rissbildung (Kaltriss)
Wasserstoffinduzierte Rissbildung, oder Kaltrisse, entsteht durch gelösten Wasserstoff in einem hartem Metall unter Zugspannung. Dies führt zu mikroskopischen Rissen und kann das Material stark beeinträchtigen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Gelöster Wasserstoff wird in das Metall aufgenommen, besonders wenn es unter Zugspannung steht. Bei hohem Wasserstoffgehalt können die Atome im Kristallgitter platzieren und Risse verursachen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Kaltrisse können das Material stark beeinträchtigen, indem sie seine mechanischen Eigenschaften senken. Dies führt zu einer erhöhten Anfälligkeit für Risse und kann die Lebensdauer des Materials verringern.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Vermeide Kaltrisse durch eine sorgfältige Auswahl der Schweißmaterialien, eine korrekte Abkühlung und das Verwenden von Desoxidationsmitteln. Bei hohem Wasserstoffgehalt kann die Lebensdauer des Materials um bis zu 50% reduziert werden.