Wasserstrahlschneiden
Wasserstrahlschneiden ist ein kaltabtragendes Trennverfahren mit einem hochdruckbehafteten Wasserstrahl, der Werkstoff durch mechanische Erosion trennt. Es eignet sich für temperaturempfindliche Materialien.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Ein Wasserstrahl unter extremem Druck wird auf den Werkstoff abgeschossen und erodiert ihn mechanisch. Dieser Prozess ist kalt und verursacht keine thermischen Beeinflussungen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Da Wasserstrahlschneiden kalt ist, treten keine Verformungen oder Phasenübergänge auf. Es eignet sich daher besonders für temperaturempfindliche Materialien wie Edelmetalle oder Kunststoffe. Allerdings kann die feine mechanische Erosion zu einer geringfügigen Oberflächenbeschädigung führen, wenn der Druck oder die Zeit zu hoch sind.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Verwenden Sie einen Wasserstrahl mit einem Druck von mindestens 30.000 PSI (ca. 207 MPa) und einer Durchmesser von 0,5 bis 1 mm für optimale Ergebnisse. Achten Sie darauf, den Strahl nicht direkt auf die Werkstoffoberfläche zu richten, um eine zu starke Beschädigung zu vermeiden. Die Bearbeitungszeit hängt vom gewünschten Tiefgang und der Materialstärke ab.