← Glossar

Wirbelstrom-Freifrequenzanalyse

Wirbelstrom-Freifrequenzanalyse ist eine elektromagnetische Prüftechnik, die durch Variation der Erregerfrequenz unterschiedliche Eindringtiefen im Werkstoff erzielt, um oberflächennahe Eigenschaften und Materialtrennungen zu analysieren. Sie wird zur Schichtdickenmessung und Fehlerdetektion verwendet.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Die Wirbelstrom-Freifrequenzanalyse nutzt elektromagnetische Felder, die durch einen Wirbelstrom erzeugt werden. Durch Variation der Frequenz des Erregers ändert sich die Eindringtiefe des magnetischen Felds in den Werkstoff. Diese Tiefenänderung ermöglicht es, verschiedene Schichten oder Materialzonen im Werkstück zu untersuchen.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Diese Analyse ist besonders wichtig für die Prüfung von Schweißnahtsqualität und -integrität. Sie kann Flaschen, Risse oder fehlende Schichten erkennen, die durch unzureichendes Schweißen entstehen können. Falsche Interpretationen der Ergebnisse führen zu falsch positiven oder negativen Prüfungsergebnissen und können daher gefährlich sein.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

Um die Wirbelstrom-Freifrequenzanalyse korrekt durchzuführen, muss der Erregerspannungsbereich sorgfältig eingestellt werden. Eine Frequenz von 10 kHz zu 2 MHz wird typischerweise verwendet. Die Messung sollte in einer ruhigen Umgebung erfolgen, um Störfelder zu minimieren. Die Ergebnisse sollten immer mit den spezifischen Werkstoffeigenschaften und dem Anwendungsgebiet verglichen werden.

MetallurgieSchweißtechnik

KI-Transparenz (EU AI Act): Auf Basis eigener langjähriger Praxiserfahrung in der Schweißtechnik mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

© 2026 Welder-World. Alle Inhalte dienen der Aus- und Weiterbildung und ersetzen keine zertifizierte Schweißanweisung.