Wirbelstrom-Rissprüfung
Die Wirbelstrom-Rissprüfung ist ein elektromagnetisches Prüfverfahren, das Störungen des induzierten Induktionsfeldes nutzt, um oberflächennahe Risse und Materialinhomogenitäten nachzuweisen. Es erkennt mikroskopische Flächenrisse und Schäden in der Werkstoffstruktur.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Wirbelstrom-Rissprüfung nutzt ein elektrisches Feld, das durch einen Spulenkreis erzeugt wird. Dieses Feld induziert in dem zu prüfenden Material einen Wechselstrom. Wenn es Risse oder Materialinhomogenitäten gibt, stört dies das elektrische Feld und verändert die Induktivität des Materials. Diese Veränderungen werden durch ein Detektor-Spulenkreis erkannt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Wirbelstrom-Rissprüfung ist besonders nützlich, um Risse und Materialveränderungen in der Schweißnaht und im Umfeld zu erkennen. Es kann helfen, Heißrissen vor dem Einsatz zu entdecken, die durch unzureichende Abkühlung oder falsche Schweißparameter entstanden sind. Ein negatives Ergebnis zeigt auf mögliche Materialverschlechterungen oder fehlerhafte Schweißprozesse hin.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um eine Wirbelstrom-Rissprüfung durchzuführen, wird das zu prüfende Material in ein Spulenkreis eingespannt. Der elektrische Strom wird aktiviert und die Detektorsignale werden aufgezeichnet und ausgewertet. Ein positives Signal deutet auf Risse oder Inhomogenitäten hin. Es ist wichtig, dass das Material sauber und frei von Schmutz ist, um korrekte Ergebnisse zu erzielen. Die Prüfung sollte nach dem Schweißen durchgeführt werden, bevor das Material in den Einsatz geht.