Wolfram-Karbid-Bildung
Wolfram-Karbid bildet sich in hochlegierten Werkstoffen und verleiht ihnen extreme Härte und Widerstand gegen Verschleiß und thermische Beanspruchung.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Wolframkarbide (WB) bildet sich durch die Reaktion von Wolframstoff auf Kohlenstoff. Dieser Prozess ist typisch für hochlegierte Werkstoffe wie Stahl mit hohem Wolframgehalt. Die Bildung von WB führt zu einem starken Festigkeits- und Härtezuwachs, da die Karbidkristalle sehr hart sind.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Bildung von Wolframkarbiden erhöht die Warmhärte und den Verschleißwiderstand der Werkstoffe. Allerdings kann eine zu hohe Konzentration an WB zur Entstehung von Rissen führen, insbesondere wenn das Material zu schnell abkühlt. Dies kann zu Heißrissen oder Schubrissen im Gefüge resultieren.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Vorteile der Wolfram-Karbid-Bildung auszunutzen, ist es wichtig, das Material bei korrekten Temperaturen und Geschwindigkeiten zu schweißen. Eine zu schnelle Abkühlung sollte vermieden werden, da sie zur Bildung von Rissen führen kann. Empfohlene Kühldauer: mindestens 10 Sekunden pro cm Stahlstärke. Bei speziellen Werkstoffen wie Hochlegierungen ist es ratsam, die Herstelleranleitung zu befolgen.