Zellulare Kristallisationsfront
Die Zellulare Kristallisationsfront bildet sich durch konstitutionelle Unterkühlung und lokale Verunreinigungsausspülung an der Erstarrungsfront. Sie prägt das anfängliche Erstarrungsgefüge.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Zellulare Kristallisationsfront entsteht, wenn die Schmelz bei der Abkühlung schnell und ungleichmäßig kühlt. Lokale Verunreinigungen werden ausgespült und konstitutionelle Komponenten werden unterkühlt. Dies führt zu einer polygonalen Struktur an der Erstarrungsfront.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Zellulare Kristallisationsfront kann zu ungleichmäßiger Festigkeit und Zähigkeit im Gefüge führen. Sie erhöht die Anfälligkeit für Risse und Heißrissen, insbesondere wenn sie durch zu schnelle Abkühlung entsteht.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um eine homogene Kristallisationsfront zu erreichen, ist es wichtig, eine kontrollierte Abkühlschrittweite und eine gleichmäßige Kühlung der Schweißnaht sicherzustellen. Verwenden Sie bei Bedarf Kühlmittel oder Kühlplatten, um die Kühlgeschwindigkeit zu regulieren.