Zementit
Eine extrem harte und spröde chemische Verbindung aus Eisen und Kohlenstoff (Eisenkarbid Fe3C), die wesentlich zur Festigkeit von Stahl beiträgt.
Zementit ist eine harte und spröde Gefügephase im Stahl, die sich bei falscher Abkühlung im Schweißgut oder in der Wärmeeinflusszone bilden kann. Er entsteht nicht durch Schwefel, sondern durch Kohlenstoff, der beim schnellen Abkühlen aus dem Austenit ausgeschieden wird. Wenn du zu viel Zementit im Gefüge hast, wird die Naht hart und rissanfällig, besonders bei höherfesten Stählen. Um das zu vermeiden, musst du die Abkühlung bremsen, zum Beispiel durch Vorwärmen oder langsameres Schweißen. Achte darauf, dass die Wärmeeinflusszone nicht zu schnell abkühlt, dann bleibt das Gefüge zäher und die Naht hält besser.