Zunder
Zunder ist eine dicke, spröde Oxidschicht auf Stahl, die bei hohen Temperaturen und Sauerstoffmangel entsteht. Sie verhindert das Schweißen durch Abschluss von Metallionen und kann zu Porenbildung führen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Zunder bildet sich auf der Stahloberfläche durch Reaktion von Eisen mit Sauerstoff bei hohen Temperaturen. Dieser Prozess ist ein chemischer Oxydationsvorgang, der zu einer spröden Oxidschicht führt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Zunder verhindert das Schweißen, da es Metallionen abschließt und die Diffusion von Kohlenstoff und anderen Metallen verhindert. Dies kann zu Porenbildung führen und die Festigkeit der Schweißnaht beeinträchtigen. Darüber hinaus kann Zunder zu Heißrissen und Vergröberungen im Gefüge führen, wenn es nicht entfernt wird.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Zunder zu entfernen, sollten die Stahlteile gründlich gereinigt werden. Dies kann durch chemische Reinigungsmittel oder mechanische Verfahren wie Schleifen oder Polieren erfolgen. Vor dem Schweißen sollte der Stahl mindestens 24 Stunden im trockenen Zustand stehen, um eine dünne natürliche Oxidschicht zu bilden, die das Schweißen fördert.