Zwillingslamellarer Martensit
Zwillingslamellarer Martensit ist ein plattenförmiges Martensitgefüge mit innerer Zwillingsbildung, das bei hohem Kohlenstoffgehalt auftritt und Spannungen reduziert.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Zwillingslamellarer Martensit entsteht durch schnelles Abkühlen von hochkohlenstoffigen Stählen. Die schnelle Kältebehandlung verhindert die vollständige Austenitumwandlung und führt zu einer plattenförmigen Struktur mit innerer Zwillingsbildung.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Dieses Gefüge verringert innere Spannungen, was die Härte reduziert und das Material flexibler macht. Allerdings kann es zu einer erhöhten Anfälligkeit für Risse führen, wenn die Kältebehandlung nicht korrekt gestaltet ist.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Zwillingslamellarer Martensit zu vermeiden, sollte das Abkühlen nach dem Schweißen langsam und kontrolliert erfolgen. Eine Kühldauer von mindestens 30 Sekunden ist empfehlenswert, um die vollständige Austenitumwandlung sicherzustellen.