Schnellarbeitsstähle (HSS)
Zerspanen: die Schneide, die auch bei Rotglut hart bleibt
AI generated Schnellarbeitsstähle (HSS) sind die Werkstoffe der Zerspanung: Bohrer, Fräser, Gewindewerkzeuge. Sie behalten auch bei Rotglut ihre Schneide, weil sie beim eine Sekundärhärtung durchlaufen. Beim sind sie extrem anspruchsvoll.
Der – kurz HSS für High Speed Steel – ist der Werkstoff des . Bohrer, Fräser, Gewindebohrer, Räumnadeln: alles Werkzeuge, die durch Metall schneiden und dabei heiß werden. Genau dafür ist HSS gemacht.
Beim Zerspanen entsteht Reibungswärme, die Schneide kann mehrere hundert Grad heiß werden. Ein normaler würde bei dieser Hitze anlassen und seine verlieren – die Schneide stumpft sofort ab. Der HSS nicht: Er durchläuft beim eine . Beim scheiden sich feinste Sonderkarbide aus, die die sogar noch steigern – der Stahl bleibt bis zur Rotglut schnittfähig.
Die wichtigsten Vertreter: (HS6-5-2C), der Standard-HSS für Bohrer und Fräser, (HS6-5-2-5, M35) mit Kobalt für höhere Warmhärte, und (HS2-9-1-8, M42) als Super-HSS für schwerste Zerspanung. Die pulvermetallurgischen HSS wie und gehören technisch hierher, werden aber wegen ihres besonderen Herstellverfahrens separat behandelt.
Beim ist HSS der anspruchsvollste überhaupt. Der hohe - und Karbidgehalt macht die WEZ glashart und extrem rissanfällig. Die eiserne Regel: nur mit sehr hoher Vorwärmung schweißen, gefügesynchronen HSS-Zusatz nehmen und mehrfach anlassen, um die Sekundärhärtung zu nutzen. Selbst dann bleiben die Erfolgsaussichten begrenzt – oft ist der Austausch des Werkzeugs die ehrlichere Lösung.